AfD-Fraktion reicht Antrag zum Gedenken an Thomas L. ein

Die AfD-Fraktion im Dresdner Stadtrat fordert in einem Antrag die Umbenennung der „Rosmaringasse“ hinter dem Kulturpalast in „Thomas-L.-Straße“ als dauerhaftes Gedenken.

Am 4. Oktober 2020 ist der 55-jährige Thomas L. unweit des Dresdner Kulturpalastes von einem islamistischen Attentäter ermordet worden. Er besuchte Dresden als Tourist, sollte aber nicht mehr lebend in seine Heimatstadt Krefeld zurückkehren. Er ist – wie Marwa El-Sherbini und Jorge Gomondai – in die Reihe politisch motivierter Mordopfer in Dresden einzureihen, die auf Grund von Extremismus und Menschenverachtung ihr Leben verloren.

Der 20-Jährige mutmaßliche Attentäter, Abdullah Al Haj Hasan, war erst wenige Tage vor der Messerattacke aus einer Jugendstrafvollzugsanstalt entlassen worden.

„Die Straße soll Ort der Mahnung und Erinnerung sein. Sie soll auch daran erinnern, dass wir mehr Toleranz und mehr Akzeptanz im Umgang miteinander brauchen. Dresden darf sich ein Klima des Extremismus, der Homophobie und der Vorurteile nicht leisten und Dresden darf das, was mit Thomas L. passiert ist, niemals vergessen“, begründet Matthias Rentzsch, kulturpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, den Antrag.