Corona-Maßnahmen verschärfen Situation von Obdachlosen

Obdachlosigkeit und unzureichende Hilfsangebote sind ein drängendes Problem in der Landeshauptstadt Dresden. Doch während des Lockdowns haben sich die Probleme weiter verschärft.
„Während ich eine obdachlose Frau ein wenig in ihrem Alltag begleitet habe, wurde deutlich, dass 98 Prozent der Passanten einfach wegschauen. Ein großes Dankeschön hingegen an all jene, die auch in der jetzigen Zeit die Augen nicht verschließen und helfen. Gerade durch Ausgangsbeschränkungen und Schließung der Geschäfte ist die Situation von Obdachlosen noch schwieriger geworden. Etwa in den Dresdner Nachtcafés stehen durch die Corona-Maßnahmen deutlich weniger Plätze zur Verfügung“, sagt AfD-Stadtrat Heiko Müller.
Die Hilfsangebote sind unter den Corona-Einschränkungen völlig unzureichend. Sofern von Obdachlosigkeit betroffene Personen ein Tier besitzen, ist die Situation völlig aussichtslos, denn in städtischen Obdachlosenheimen sind Tiere grundsätzlich nicht erlaubt.
„Hier müssen dringend Alternativen geschaffen werden. Es muss auch für Obdachlose mit Hunden die Möglichkeit geben, in einer warmen Unterkunft zu übernachten. Denn: Tiere sind häufig die einzigen Wegbegleiter, die sie noch haben“, betont Heiko Müller.