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Kein Fernsehballett für Festspielhaus Hellerau

Kein Fernsehballett für Festspielhaus Hellerau

Die Wirtschaftlichkeit des Festspielhauses Hellerau wurde in den letzten Jahren bereits kritisch von der Stadtratsfraktion der AfD hinterfragt. Mit der Dresden Frankfurt Dance Company gibt es im Festspielhaus Hellerau ein künstlerisches Ensemble, welches fast ausschließlich durch öffentliche Gelder – und weniger durch Publikumsinteresse – am Leben erhalten wird. Um der aufwendigen Förderung randständiger Minderheitenprojekte Einhalt zu gebieten, hat die Dresdner Stadtratsfraktion der AfD heute einen umfangreichen Ersetzungsantrag eingebracht. In diesem schlägt die Partei vor, die jährlichen Finanzspritzen in Millionenhöhe für ein Randprojekt im Festspielhaus Hellerau endlich einzustellen.

Stattdessen sollen die freiwerdenden Gelder zu einem Drittel sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen im Form von Tanzunterricht zu Gute kommen. Zum anderen soll das Deutsche Fernsehballett vom Großteil des Budgets dauerhaft im Festspielhaus Hellerau angesiedelt werden. Die traditionsreiche Spielstätte würde endlich wieder für ein breites Publikum attraktiv. Zudem kann das Deutsche Fernsehballett vor dem sonst bevorstehenden Aus im kommenden Jahr gerettet werden.

Leider stimmten die übrigen Parteien im Stadtrat gegen den Antrag der AfD. Die übrigen Fraktionen stellten sich somit gegen die tanzpädagogische Förderung von Dresdner Kindern und gegen den Erhalt deutscher Unterhaltungskunst. Es überrascht, dass ausgerechnet die LINKE sich gegen das 1962 in der DDR gegründete Deutsche Fernsehballett entscheidet.

Matthias Rentzsch, kulturpolitischer Sprecher der AfD-Stadtratsfraktion, erklärt dazu: „Keiner von uns Mandatsträgern vermag darüber zu entscheiden, ob das kulturelle Angebot der Dresden Frankfurt Dance Company gut oder schlecht ist, denn die Kunst ist frei. Die Aufgabe der Stadträte ist es, nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne aller Dresdner Bürger, den Nutzen für die Allgemeinheit abzuwägen. Die entscheidenden Kriterien dafür sind zum Beispiel die Vergrößerung der Publikumsbreite, die künftige Nutzungsperspektive des Festspielhauses oder auch die Prüfung des Erhalts kulturellen Erbes.“

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