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Vorstellung der neuen Stadtbahnwagen im Verkehrsmuseum

Ein Modell des neuen Stadtbahnwagens ist im Verkehrsmuseum vorgestellt worden.

Dabei betonte Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) mehrmals, dass diese Anschaffungen nur durch die derzeitige Förderpolitik durch sein Ministerium in Zusammenarbeit mit Fördertöpfen aus Brüssel möglich wären. Schließlich schlagen die 30 neuen Straßenbahnen mit 197 Millionen Euro zu Buche. Aber in Wahrheit ist es doch das Geld der Steuerzahler, der dies komplett zu finanzieren hat. Die Millionen aus dem sächsischen Haushalt sind Steuermittel und die Fördermittel aus Brüssel wurden vorher vom deutschen Steuerzahler erwirtschaftet und an Brüssel weitergereicht.

Aber nun zum neuen Stadtbahnwagen: Der erste äußere Eindruck ist gelungen, die Panoramafenster sehen modern aus und die Linie der derzeitig im Einsatz befindlichen Fahrzeuge wird fortgeführt. Nach Rücksprache mit den Konstrukteuren von Bombardier sind solche Fenstergrößen schon in Marseille (Frankreich) verbaut worden und es wurden dort sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Die Sitze sehen auf den ersten Blick sehr spartanisch aus, was der minimalistischen Konstruktion geschuldet ist, um Gewicht und Bauhöhe einzusparen. Es ist natürlich erstmal eine Umgewöhnung, ohne Seitenhalt und wirkliche Polsterung. Das Bezugsdesign (zur Wahl stehen auch Holzapplikationen) ist noch offen und kann variiert werden. Dem Nutzer wird der richtige Unterschied erst im Sommer bewusstwerden, wenn der nackte Oberschenkel bei kurzen Hosen oder Röcken auf der Metallkante aufliegt und eventuell als unangenehm empfunden wird.

Leider bleiben durch die Niederflureinstiege in Innenraum aufgrund der erforderlichen Technik Stufen bestehen. In den neuen Stadtbahnwagen wird auch eine Klimaanlage installiert sein, die die Bereiche in Kopfhöhe im Sommer ungefähr ein bis zwei Grad niedriger als die Umgebungstemperatur klimatisieren, um eine angenehme Fahrt zu ermöglichen.

AfD-Stadtrat Christian Pinkert konnte beim Probesitzen zudem festgestellt, dass die erste Sitzreihe angrenzend zur Tür eine zu hohe Sitzposition hat. Dies bedeutet für Nutzer unter 180 cm Körpergröße, dass sie die Füße nicht auf dem Boden stellen können. Da diese Sitzplätze bevorzugt von älteren oder eingeschränkten Personen genutzt werden, ist hier eine Nachbesserung aus Sicht der AfD-Fraktion unerlässlich. Bei der Erprobung der neuen Straßenbahn durch die AfD-Stadträte konnte dieses Thema direkt mit den Konstrukteuren und dem DVB-Aufsichtsrat Holger Seifert erörtert werden, um diesen Mangel abzustellen.

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